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Die U25-Bundesliga 2014

Angefangen hat die Ligasaison am dritten Aprilwochenende (19. +20.04.). Wir hatten zwar schon von der U25-Liga gehört, uns allerdings nicht allzu viele Gedanken über diese und unsere Teilnahme daran gemacht. So stand am Sonntag (der Samstag war wohl unfliegbar) ein guter Start in die „Erwachsenen“-Bundesliga auf dem Plan. Wie so oft flogen Hauke und ich mit den beiden LS4en zusammen. Wir hatten uns vorgenommen erstmal gegen den starken Südost-Wind zu fliegen und so einen möglichst langen Rückenwindschenkel zu kreieren. Nachdem wir uns kurz hinter Wilsche fast auf dem Acker wiedergefunden hätten, trafen wir kurze Zeit später den Anfang einer Wolkenstraße, die wir ca. 30km gegen den Wind ausnutzen konnten. Anschließend drehten wir um und flogen mit Rückenwind 60 Kilometer (155 km/h).

Die jugendlichen Piloten in der Saison 2014

Dort befand sich das Ende der Straße und wir beschlossen diese noch einmal gegen den Wind auszunutzen – 120 km/h auf 45 Kilometern war das Resultat. Inzwischen war es 16:30 Uhr, wir waren kurz vor Burg und die Wolken wurden immer massiver und dunkler. Aufgrund der vorangeschrittenen Zeit und der Entwicklung der Wolken, folgte unsere Entscheidung nach der Wende nicht nur die Wolkenstraße bis zum Ende zu fliegen, sondern den Weg nach Hause anzutreten. Wir verlängerten den Schenkel noch ein wenig nach Westen und landeten. Die Auswertung ergab, dass wir in 2 ½ Stunden 300 Kilometer zurückgelegt hatten, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 120 km/h entspricht. Dieser Flug wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. In der Juniorenbundesliga bedeutete dies Platz 5 und 46 Rundenpunkte (für den Rundensieger gibt es in der U25-Liga 50 Punkte), was mit nur zwei eingereichten Flügen ein gutes Resultat war. Da dies zu dem damaligen Zeitpunkt für uns noch nicht wichtig war, überwog aber die Freue über den Flug und das tolle Erlebnis.

In Runde zwei regierte wieder starker Wind, dessen Straßen von Hauke und Nico dieses Mal leider nicht so gut genutzt werden konnten. Allerdings konnten die beiden 37 Punkte einfliegen. Schon hier waren unsere späteren Hauptkonkurrenten erkennbar. Die Aalener lagen nach zwei Runden mit 99 von 100 möglichen Punkten auf Platz eins der Gesamtwertung. Die Jugendlichen aus Bad Wörishofen, in der ersten Runde noch 13. gewannen die zweite Runde und lagen so auf dem dritten Gesamtplatz.

In Runde drei gab es eine ordentliche Wetterlage über dem gesamten Norddeutschen Raum, also stand die DMSt im Vordergrund. Daniel, Hauke und Nico flogen angemeldete FAI-Dreiecke mit 600 (Daniel) bzw. 560km (Hauke und Nico). In der Liga ergaben sich Schnitte um die 100 bzw. 90 km/h, die den achten Platz und 43 Punkte einbrachten.

Runde vier, mit starkem Südwestwind, nutzten Daniel und Nico (und Enrico) zu einem Ausflug nach Rinteln, um am Hang auf Kilometer- und Punktejagd zu gehen. Sie wurden mit Flügen über 200 Kilometern belohnt, welche uns den zweiten Platz und somit 49 Punkte in der U25 einbrachten. Rechts ein Bild von Nico in der LS8 am Hang – Das Wetter war alles andere als gut.

Mäßiges Wetter in Runde fünf, aber wenigstens fliegbar, so lässt sich das Wochenende vom 17. und 18. Mai beschreiben. Erstmals mit fünf Junioren gestartet, konnten sich Daniel, Nico und Bennet am Tagesende in die Wertung eintragen. Platz 10 mit 41 Punkten     war das Ergebnis, der Süden hatte eindeutig besseres Wetter und konnte Schnitte über 100 km/h erfliegen.

Am Wochenende vom 24. und 25. Mai stand der Sonntag wieder klar im Zeichen der DMSt. Großflächig gutes Wetter lässt einige Piloten Strecken um die 500 Kilometer aufschreiben, so auch Nico, Hauke und mich. Nico, der einmal landen muss fliegt entgegen der ursprünglichen Planung hinter Hauke und mir her. Bereits auf der Mitte des zweiten Schenkels, bei Stendal, hat er uns eingeholt und zeitweise sogar überholt. An der zweiten Wende sind wir dann vor Nico angekommen und haben ihn auch gesehen, wir waren also fast wieder zusammen – die Betonung liegt auf fast, denn uns trennten knapp 700 Meter. Wir mussten ein wenig basteln, um von der Wende wegzukommen. Kaum hatten Hauke und ich uns wieder ausgegraben und die 1000 Meter deutlich überstiegen kam von Nico der Funkspruch, dass er außenlanden würde. Wir waren also gewarnt und tasteten uns langsam weiter vorwärts. Kurz vor Lüneburg verbesserte sich die Lage erheblich. Die Steigwerte wurden wieder sehr gut, die Basis stieg an und trotz der fortgeschrittenen Uhrzeit (17 Uhr) und der vorangegangenen Probleme flogen wir noch Hoya, unsere letzte Wende, an. Wir kamen um 18:30 Uhr ohne weitere Probleme in Scheuen an – mein erstes 500er war somit auch erledigt.
Nun zum eigentlichen Thema zurück: In der U25-Liga erreichten wir durch die ersten beiden sehr schnellen Schenkel von Nico (99 km/h) und auch unserem nicht ganz langsamen Abschnitt (92 km/h) den ersten Platz in der Rundenwertung, der uns die vollen 50 Punkte einbrachte. Da die vorderen Vereine an diesem Wochenende nicht so schnell waren, fanden wir uns auch in der Gesamtwertung auf dem ersten Platz wieder. Ich glaube spätestens an diesem Punkt haben wir alle gemerkt und auch zum ersten Mal darüber gesprochen, dass in der U25 etwas zu holen ist, wenn wir eine gewisse Konstanz zustande bringen.

Runde sieben wurde durch den Süden und den Westen der Republik angeführt. Es war das Endwochenende vom Vereinspokal. Am Samstag gab es für die Standardklasse nach mehrmaligem verschieben der Startbereitschaft eine Aufgabe in den Bereich, der zuerst von der Abschirmung befreit war. Leider blieb es dort den gesamten Tag blau. Bennet und ich entschieden uns zusammen zu fliegen, um im blauen eine Chance zu haben. Mit knapp 70 km/h gingen unsere Flüge als Nummer zwei und drei in die Wertung mit ein. Den schnellsten Flug stellte Hauke, der später startete und außerhalb des Pokals flog. Er nutzte die Wolken im Osten, die sich inzwischen gebildet hatten und steuerte so 96 km/h bei. Wie gesagt, das Wetter im Süden und Westen war besser, so reichte es nur zu Platz 21 und 30 Punkten. Bad Wörishofen holte sich Platz eins, gefolgt von Aalen – wir lagen eingekesselt zwischen beiden auf Platz zwei der Gesamtwertung, noch waren auch andere Vereine in Reichweite und hätten mit einem Rundensieg in die Spitzengruppe vorstoßen können.

In Runde 8 starteten Hauke und ich von Ehlershausen aus. Dort fand seit dem Montag zuvor das D-Kader-Trainingslager statt. Nachdem die Tage zuvor bereits eine Hitzeschlacht war und der Samstag den Abschlusstag bildete, wurde die für uns zum Training ausgeschriebene Aufgabe in der Luft „neutralisiert“. Hauke und ich entschieden uns trotzdem ein wenig länger zu fliegen und schlugen den Weg Richtung Nordwesten ein.

Die Flugstrecke führte über Eschede, bis nach Gorleben und wieder zurück. Mit einem 70er Schnitt landeten wir in Ehlershausen und holten uns so den 21. Platz mit 30 Punkten.

Das Wetter der neunten Runde war relativ durchwachsen. Es fing mit niedriger Basis an - Hauke und Nico ließen sich davon nicht abschrecken und flogen knapp 540 Kilometer als angemeldetes FAI-Dreieck – und bildete dann im Tagesverlauf Wolkenstraßen und gute Steigwerte, die Bennet nutzte. Bennet erreichte 95 km/h, Nico und Hauke 90 km/h im Durchschnitt, was uns Platz vier einbrachte.

Die zehnte Runde ließ Bennet, Hauke und mich leider aussteigen, da der Juni für Studenten auch immer Prüfungszeit bedeutet. Daniel (im Wettbewerb in Winzeln) und Nico nutzten das Wetter zum Glück und sicherten uns den 16. Platz mit 35 Punkten.

In Runde elf war das Wetter in ganz Deutschland nicht gut fliegbar. So meldeten gerade einmal 13 Vereine mindestens einen Flug. Von uns waren Nico und Hauke unterwegs, die dem Wetter den dritten Platz abringen konnten. Hinter Aalen (Platz 2) und Bad Wörishofen (Platz 1) spiegelte die Rundenplatzierung auch die Gesamtplatzierung wieder, welche sich von der Runde acht bis einschließlich der zwölften nicht veränderte.

Im Zuge der zwölften Runde schrieben sich Nico und Daniel in die Wertungslisten ein. Beide gaben an diesem Wochenende alles und mussten ihre Flüge mit Außenlandungen beenden oder unterbrechen. Platz acht und 43 Punkte waren die Belohnung.

Abermals Daniel und Nico waren auch in Runde 13 die Piloten die für unseren Verein die Wertung stellten. Daniel schaffte in der CG durchschnittlich 105 km/h, Nico mit der H7 90 km/h. Platz drei in der Rundenwertung brachte uns den ersten Platz in der Gesamtwertung ein. Inzwischen hatte sich die Spitzengruppe (Bad Wörishofen, Aalen und wir) von der restlichen Konkurrenz abgesetzt.

Die Freude über die Führung hielt leider nur eine Runde an, da wir es in Runde 14 nicht schafften mit mehr als einem Piloten teilzunehmen. Hauke erflog einen Schnitt von 103 km/h, das Wetter zum Fliegen war also gut, und sicherte uns somit 33 Punkte und Rundenplatz 18.

Die 15. Runde brachte eine Überraschung: Nach Runde neun reichten wir endlich mal wieder drei Flüge in die Wertung ein! Hauke, Bennet und ich versuchten das Wetter in der Heide bestmöglich auszunutzen. Das Ergebnis war der erste Platz in der Rundenwertung und, nach einem kurzzeitigen Abrutschen auf Platz 2 in Runde 14, auch wieder den ersten Platz der Gesamtwertung.

Mit 27 Punkten Vorsprung auf Platz zwei und 51 auf Platz drei beschlossen wir ab dieser Runde alles zu geben, um die Führung und somit den Sieg der Liga nicht mehr aus der Hand zu geben.

Mit diesem Ziel starteten wir in die Runde 16. Hauke, Daniel und ich befanden uns an diesem Wochenende schon in Zwickau, wo die Trainingstage der Deutschen Juniorenmeisterschaft liefen. Wie so üblich flogen Hauke und ich im Team, Daniel war mit einem Bekannten von ihm unterwegs. Auf dem Thüringer Wald hatte sich eine Straße entwickelt, die mich an die erste Runde erinnerte, leider fiel sie viel schneller wieder in sich zusammen. So nutzten wir die Straße nur einmal hin und wieder zurück und flogen den Rest unter den ansonsten auch sehr gut entwickelten Wolken. 97 km/h kamen so zusammen, Daniel kam auf 82 km/h und wir alle zusammen auf den ersten Rundenplatz. Aalen erreichte Platz zwei, während Bad Wörishofen gar nicht punktete und wir den Abstand auf Platz drei somit auf 101 Punkte vergrößerten.


Die Jugend unterwegs – LS dominiert

Runde 17 wurde durch uns wieder im Rahmen der DMJ ausgetragen. Der Sonntag war unfliegbar und der Samstag aufgrund des starken Windes schwierig. Während Bennet in der Standardklasse die Aufgabe schaffte und mit 70 km/h in die Wertung einging sah es bei uns Clubbis schlechter aus. Daniel kam knapp 180 Kilometer weit und steuerte 57 km/h zur Wertung bei. Hauke und ich hingegen schafften lediglich 45 Kilometer der Strecke. Durch den Flugweg vor dem Abflug ging der Flug aber trotzdem noch mit 27 km/h in die Wertung ein und so schafften wir es den zweiten Platz in der Rundenwertung zu erreichen. Die Aalener ließen endlich mal wieder Punkte liegen und wir schafften es den Abstand auf Platz zwei in der Gesamtwertung auf 42 Punkte zu vergrößern.

Die 18. und somit vorletzte Runde sah in der Wetterprognose und auch in dem zur Verfügung stehenden Team bei den ersten Planungen sehr schlecht aus. Hauke, Bennet, Daniel und ich waren mit der Rückreise aus Zwickau, auf jeden Fall am Samstag, beschäftigt und Sonntag ließ die Vorhersage keine thermischen Flüge zu. Doch Daniel und Nico wollten ihren Joker, das Weserbergland, wie in Runde vier, noch einmal ausspielen. Zum ersten Mal in der Saison war auch Nikolas mit von der Partie. 100 km/h von Daniel, 98 km/h von Nico und 69 km/h von Nikolas standen am Ende auf der Uhr. Platz 2 in der Rundenwertung und wieder einen Punkt Abstand auf die „Gegner“ aus Aalen.

Dies führte zu der Ausgangssituation, dass wir mit 43 Punkten Vorsprung auf unseren Verfolger, auf dem ersten Platz lagen. Bei 50 zu vergebenden Punkten reicht dieser natürlich nicht, dass war uns klar. Also mobilisierten und motivierten wir uns nochmal gegenseitig, sodass wir mit drei Piloten (Daniel, Nico und mir) am Samstag, den 23.08. am Start standen. Wir wussten, dass es schwierig werden würde, da die Wettervorhersage nicht wirklich optimal war. Somit war unser Ziel zu Beginn einfach nur drei Flüge zustande zu kriegen, da dies in mehreren Runden zuvor schon zu den von uns benötigten 7 Punkten geführt hätte. Wir begonnen die Flüge mit einer Basis von 900 – 1000 Metern, schwachen Steigwerten und schlugen alle Kurs in Richtung Osten ein. Erst als wir hinter dem Kanal waren, stieg auch die Basis an und allmählich verbesserten sich die Steigwerte. Nico und Daniel flogen bis kurz vor die Elbe, ich drehte in Salzwedel um und hatte eine Aufreihung über dem Wald bei Bad Bodenteich im Blick. Diese nutzte ich insgesamt dreimal und hatte so auf jeden Fall 130 Kilometer sicher, am Ende standen 221 Kilometer und durchschnittlich knapp 89 km/h für mich in der Wertung. Daniel und Nico nutzten die Wolkenstraße auf dem Rückweg ebenfalls kurz, hatten aber das Pech, dass diese schon abtrocknete. Nico hatte am Ende 223 Kilometer in dem 2 ½ Stundenfenster zurückgelegt und Daniel 219. Am Abend standen wir mit diesen Flügen auf Platz eins, der Süden hatte allerdings kein Flugwetter und somit keine Flüge eingereicht. Da es jedoch sehr unwahrscheinlich erschien, dass sich das Wetter am Sonntag so gut entwickelt, dass insgesamt 44 Vereine vor uns rutschen und Aalen dabei noch den ersten Platz macht, nutzten wir den Samstagabend um den vorzeitigen Sieg zu feiern.

Am Montagmorgen war letztendlich alles klar – Wir sind der erste Sieger der U25-Liga.
Die Liga ist für mich eine sehr willkommene Abwechslung. Ohne diese wäre ich an vielen Tagen, wie zum Beispiel in der letzten Runde, nicht geflogen und hätte Erlebnisse, wie die erste Runde, eventuell nie gehabt und nie so ausgereizt. Auch der Vergleich mit den anderen Jugendlichen und auch wie wir uns innerhalb der eigenen Jugendgruppe motivieren können sind interessante Komponenten des Ligafliegens. Wenn am Ende dann noch so ein Erfolg herausspringt macht das Ganze natürlich noch mehr Spaß. Wir wollen auf jeden Fall versuchen in der kommenden Saison noch einmal den Titel zu holen, auch wenn Daniel aufgrund des Alters leider rausfallen wird, und hoffen, dass ihr uns dabei, wie auch in diesem Jahr, unterstützen werdet.